Rostock, den 7. April
Die Rostocker Eishockey-Fans versuchten sich am Sonnabend einmal selbst mit Schläger und Puck beim 5. Fan-Turnier. Stimmungsvoll und spielerisch gar nicht mal so schlecht, wurde das Spieljahr beendet.
Hansaviertel. 18 Teams hatten für die kleine Jubiläumsauflage gemeldet, 17 Mannschaften beendeten das Turnier. Lediglich die REC Kodiaks aus Malchow zogen es vor, nach der Vorrunde das Turnier zu verlassen. „Sie waren mit einigen Entscheidungen des Kampfgerichts nicht einverstanden“, erläuterte Juliana Viessmann, Vorsitzende des Fanbeirats des Rostocker EC.
Es sollte die einzige Unsportlichkeit an einem langen Turniertag bleiben, an dem gegenüber den vorherigen Turnieren ein deutlich gestiegenes spielerisches Niveau zu verzeichnen war. Dennoch wollen die Verantwortlichen im nächsten Jahr neue Wege beschreiten. „Vielleicht werden wir neben unseren Fanclubs auch die anderer Vereine einladen“, verrät Jule Viessmann. 139 Spielerinnen und Spieler wagten sich auf das Eis, wo sonst nur „Helden“ wie Karol Bartanus, Jens Stramkowski oder Paul Stratmann ihre Tore schießen. Die beiden Letzteren nahmen später zusammen mit REC-Vizepräsident Peter Mörlein die Siegerehrung vor. Begrüßt wurden sie natürlich mit großer Begeisterung.
Weit vorn landete das Team der Maiki Ducks. In den Trikots der Anaheim Mighty Ducks, einem Team aus der nordamerikanischen Profiliga NHL, wurde die Truppe um Namensgeber Maik Markworth am Ende Vierte. Der 40-Jährige ist selbst bei jedem Heimspiel der Piranhas dabei, fungierte beim Fan-Turnier nur als Coach. „Ich habe mir vor zwei Wochen im Training den Finger gebrochen“, erzählt Markworth, der eigentlich im Tor stehen wollte: „Aber meine Vertretung macht sich super“. Der Eishockey-Fans ist schon „ewig“ dabei, mit seinem gelben Trikot und der Trommel ist er kein Unbekannter in der Rostocker Eishalle. Den „Virus“ Eishockey übertrug Maik Markworth auch auf seine Frau und Tochter, die ebenfalls bei jedem Eishockey-Heimspiel der Piranhas dabei sind.
Nicht ganz so erfolgreich schloss das Team „Rerik I“ das Turnier ab. In der Vorrunde klappte fast gar nichts, dagegen lief es im Kampf um die Plätze 13 bis 17 deutlich besser. Am Ende wurde Rang 13 erreicht. „Nach dem dritten Platz im letzten Jahr, hat es diesmal nicht mit einem vorderen Rang geklappt. Aber enttäuscht sind wir deswegen nicht“, erzählt Maria Schmugler. Die 20-jährige Rerikerin genoss die Atmosphäre des Turniers, fand aber, dass die Verbisenheit mancher Teams nicht in den Rahmen passte: „Es macht Spaß, aber es wäre schön gewesen, wenn einige Teams hier nicht so viel sportlichen Ehrgeiz an den Tag gelegt hätten“.
OLAF JENJAHN
Quelle: Ostsee-Zeitung
Sonntag, 19.09.2010 19:00 Uhr
in der Schillingallee (FS)
Freitag, 17.09.2010 20:00 Uhr
in Halle (FS)
| Team | Sp | Tore | Pkt | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Rostock Piranhas | 10 | 99:24 | 27 |
| 2 | Harzer Wölfe B'lage | 10 | 55:29 | 24 |
| 3 | Timmendorfer Strand | 10 | 64:33 | 21 |
| 4 | Adendorfer EC | 10 | 30:59 | 11 |
| 5 | Weser Stars | 10 | 37:88 | 5 |
| 6 | Wedemark Scorpions | 10 | 19:71 | 2 |