ROSTOCK: Er ist einer der Leidtragenden des ESBG-Beschlusses, wonach ab der nächsten Saison nur noch deutsche Goalies die Oberliga-Tore hüten dürfen: Branislav Hippik. Der 30jährige Slowake muss sich nach vier Jahren beim Rostocker EC nun einen neuen Arbeitgeber suchen.
Für den Rostocker Präsidenten Peter Dickmanns und Manager Dirk Weiemann ist diese Entscheidung sportlich ein Rückschlag und menschlich eine Katastrophe. Hippik kam zur Saison 2004/05 aus der slowakischen Extraliga an die Ostsee. Zuvor spielte der Goalie überwiegend für das Erstliga-Team VTJ Topolcalny, wo er insgesamt fünf Jahre verbrachte. Meist kam er allerdings über die Backup-Rolle nicht hinaus. „Hippik war damals eine Empfehlung von Trainer Kovacik. Es war eine der ersten Verpflichtungen in meiner Amtszeit“, erinnert sich Dickmanns. Der Slowake schlug sofort ein, war stets einer der besten und vor allem konstantesten Torhüter der Liga. „In vier Jahren hat er nur ein Spiel wegen Krankheit verpasst“, berichtet Dirk Weiemann. Trainer, Kollegen und Vorstand bestätigen gern die Klasse des Goalies. Branislav Hippik verfügt über starke Reflexe, ist sehr flink auf den Beinen und gehört zu den Torhütern, die mitspielen. In jeder Saison sammelt der 30-Jährige Assistpunkte und im vergangenen Jahr trug er sich mit einem empty-net Goal sogar in die Torschützenliste ein. So hat es niemand verwundert, dass Hippik in der letzten Saison mit Abstand zum Star der Liga gewählt wurde. Bei den Fans wurde der Slowake schnell zum Publikumsliebling. Vor allem seine Tanzeinlagen nach Siegen sind spektakulär und brachten ihm die Spitznamen „happy Hippo“ ein.
Seine Freunde beschreiben Hippik als ruhigen und ausgeglichenen Charakter mit einer vorbildlichen professionellen Einstellung. Den Ausgleich sucht Hippik bei Frau und Sohn, die ihn stets für mehrere Wochen besuchen. „Mit ihm hat es noch Ärger oder Missstimmungen gegeben. Branislav ist sehr zuverlässig und ein angenehmer Zeitgenosse. Es tut schon weh, dass wir einen solchen Spieler ziehen lassen müssen“, bedauert Dickmanns den ESBG- Beschluss.
Und was sagt Hippik selbst? Fällt er nun in ein Motivationsloch, nachdem klar ist, dass seine Zeit in Rostock abläuft? Die Antwort ist überraschend. „Ich habe in den Eishockey News und im Internet von dem Beschluss gelesen und war erst einmal geschockt. Für meine Motivation ist die Entscheidung aber gut. Ich muss einfach nur immer besser werden und stets gute Leistungen bringen. Dann wird man auf mich aufmerksam und es kommt vielleicht ein Angebot aus der zweiten Liga“, erklärt „Hippo“. Bislang besaß der Goalie keinen Agenten, hat nun aber Kontakt zu einem Spielervermittler aufgenommen. „Bis jetzt ist noch kein Angebot gekommen. Ich habe also keine Ahnung, wo ich nächstes Jahr spielen werde“, sagt Hippik, dem diese Ungewissheit jedoch nicht belastet. Dennoch kommt die Antwort auf die Frage, was er sich denn zu Weihnachten wünsche, prompt. „Am besten, wir gewinnen die Liga und steigen auf. Dann kann ich in Rostock bleiben. Das ist eine schöne Stadt. Ich bin gerne hier und würde gerne bleiben.“
Dieter Hartmann (Eishockey- News, 04.12.07)
ESC Harzer Wölfe : Rostock Piranhas
Sonntag, 05.02.2012 19:00 Uhr
in der Schillingallee
Freitag, 10.02.2012 20:00 Uhr
in Bremen
| Team | Sp | Tore | Pkt | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Rostock Piranhas | 28 | 236:70 | 72 |
| 2 | Timmendorfer Strand | 27 | 187:77 | 62 |
| 3 | Harzer Wölfe B'lage | 26 | 156:63 | 60 |
| 4 | Hannover Braves | 28 | 156:98 | 60 |
| 5 | Adendorfer EC | 29 | 150:121 | 45 |
| 6 | Weser Stars | 26 | 120:173 | 33 |
| 7 | Hamburger SV | 28 | 85:195 | 14 |
| 8 | Hamburg Crocodiles | 27 | 57:183 | 12 |
| 9 | Wedemark Scorpions | 27 | 79:246 | 11 |